Vorhin hab ich mich von meinem treuen Clio, der mich nun über 6 Jahre lang tapfer überall hin begleitet hat, verabschiedet. Ab heute Abend wird er durch Linz cruisen, mit einer besonders netten neuen Besitzerin. Sie hat sich gleich spontan bei der Besichtigung in meinen Kleinen verliebt und hat dann am Telefon laut gejubelt, als ich ihr gesagt habe, dass ich ihr das Auto verkaufe. Von demher bin ich mir sicher, dass sie gut auf ihn achten wird und dass er es bei ihr in Linz gut haben wird.
... aber dennoch bin ich grad ein kleines bisschen sentimental...
ich habe ggf. eine sehr interessante Vakanz für Sie und möchte deshalb gerne Kontakt zu Ihnen aufnehmen.
blablabla
Mit besten Grüßen,
S. G. Senior Consultant "
Ich bin heute zugegeben nicht sehr gut drauf, unausgeschlafen, mit der Gesamtsituation latent unzufrieden - sprich: ich bin heute mit dem falschen Fuß zuerst aufgestanden...
"Sehr geehrte Frau B. K.!
Wenn Sie sich mein Profil genauer durchgelesen hätten (und nicht nur auf die Tätigkeit geschaut hätten), dann hätten sie bei meinem "ich suche" die drei Worte gefunden: Keinen neuen Job.
... hätte Ihnen das Schreiben dieser PM und mir das Antworten darauf und den leisen Ärger darüber, ob es Personalberater wirklich nicht notwendig haben, die Profile von potentiellen Kunden zu lesen, erspart. Denn diese Standard-PM von Ihnen gibt mir nicht das Gefühl "ich habe Ihr Profil gelesen, weiß, dass Sie keinen neuen Job suchen, möchte es aber trotzdem versuchen" - das gibt mir das Gefühl "ich muss meine Quote erfüllen - egal wie". Und letzteres wirkt auf mich weder schmeichelhaft noch professionell.
... abgesehen davon finde ich es interessant, dass die PM mit "S. G." unterzeichnet ist - das wirkt jetzt auf mich wie "Copy and Paste" und somit noch dazu unpersönlich. Womit ich in 2 Minuten 3 triftige Gründe gefunden hätte, warum ich - sollte ich je tatsächlich auf Jobsuche sein - nicht Ihr Unternehmen als Personalberater einschalten werde.
Freundliche Grüße
Julia"
... aber heute ist Vollmond, vielleicht kann ich das ja als Ausrede verwenden...
wir sind ein etabliertes Personalberatungsunternehmen und zählen erfolgreiche und renommierte Unternehmen zu unseren Partnern. Momentan haben wir einen Kunden, der eine für Sie vielleicht interessante Position mit Führungsperspektive zu besetzen hat... blablabla"
Ich habe in meinem Profil noch immer stehen, dass ich keinen neuen Job suche... Aber wir haben ja bekanntlich Wirtschaftskrise, und von demher sollte man Personalberater nicht zu schlecht behandeln. Außerdem ist's bekanntlich so schlecht fürs Karma...
Also bin ich lieb, nett und freundlich und schreibe zurück "um welches Unternehmen handelt es sich denn?" - frei nach dem Motto: wenn ich schon ungefragt ein Jobangebot bekomme, obwohl ich gar nicht suche, dann will ich wenigstens wissen, um wen es sich handelt, _bevor_ ich anfange, darüber nachzudenken.
Ich hab's diese Woche gewagt! Ich habe den ersten Neuwagen meines Lebens bestellt. Irgendwann ab Mai werde ich mit einem lotusblauen Mercedes B-Klasse durch Wien cruisen :-).
1) Wenn an einem Feiertag die Geschirrspültabs ausgehen, ist es KEINE gute Idee, die Geschirrspültabs durch herkömmliches Geschirrspülmittel zu ersetzten.
2) Es ist vermessen, sich für diesen Geistesblitz auch noch zu loben.
3) Wenn man dennoch das Geschirrspülmittel in die Maschine gibt, soll man sich danach NICHT freuen, wenn der Kasten zum ersten Mal seit gut 10 Jahren leise wäscht.
4) Große Mengen an Schaum sind ein sehr guter Geräuschdämmer...
5) Zuviel Schaum in der Spülmaschine sorgt dafür, dass der Schaum bei den Dichtungen raus gedrückt wird.
6) Schaum macht viel Dreck am Küchenboden, beseitigt aber nicht den Schmutz am Geschirr...
Letztes Jahr, irgendwann vor Weihnachten, saß ich mit meinem Freund Ulrich bei einem Heurigen. Wir haben über alles mögliche diskutiert und philosophiert, als Ulrich mich anschaute und gemeint hat "was muss 2008 passieren, damit du am 31.12.2008 sagst: das war ein gutes Jahr?". Ich habe nur kurz überlegt und habe auf meine unerreichbar trockene Art und Weise gemeint "ich möchte eine ordentliche Gehaltserhöhung und ich möchte einen Freund haben". Ulrich hat daraufhin einen Zettel gezückt und hat das drauf geschrieben.
... dieser Tage ist mir dieses Gespräch mit Ulrich wieder eingefallen. Und ich habe überlegt, was alles auf "meinem Zettel" oben stand, bis mir eingefallen ist "Gehaltserhöhung und Freund". Beides ist 2008 eingetreten, und zwar in genau dieser Reihenfolge.
Jetzt kann man lang und breit darüber diskutieren, ob Zufall oder nicht - sicherheitshalber möchte ich trotzdem wieder so einen Zettel für 2009 haben, frau kann ja nie wissen...
So, wie's aussieht, hab ich ein neues Haustier. Ein recht anhängliches Männchen, Rasse "Steirer", laut eigener Angabe 35 Jahre alt. Ob hübsch oder häßlich kann ich nicht sagen, da das Tierchen offensichtlich eine Fotoallergie hat. Zugelaufen ist mir das Tierchen auf Facebook, wo ich eines schönen Tages eine mail von einem Unbekannten bekommen habe, der mir schrieb, dass ihm soeben etwas unglaubliches passiert sei: mein zauberhaftes Lächeln hat ihn quasi dazu gezwungen, sich bei Facebook anzumelden. Und er musste mich unbedingt anschreiben...
Ich bedanke mich wortkarg für das Kompliment und wünsche ihm ein schönes Leben - und denke mir noch nicht allzu viel dabei. Zu Wundern beginne ich mich, als der Typ weitere mails schickte. Und sich beklagt, dass ich ihm nicht antworte.
Mulmig geworden ist mir, als ich heute gesehen habe, dass mich dieser Typ auch im Xing angeclickt hat. Ich hab mich vorläufig mal für "ignorieren" entschieden - wenn das Kerlchen nervig bleibt, werde ich mir aber andere Schritte überlegen...
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Zuletzt aktualisiert: 5. Mär, 18:13
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