Dienstag, 25. November 2008

Einfach...

... weil es so schön ist:



... und irgendwie zu mir passt ;-)

Montag, 24. November 2008

Donnerstags...

... im Büro. Das Telefon klingelt, ich hebe ab "Firma XY, Julia Drewshine, guten Tag". Am Telefon eine Frauenstimme, die beginnt, rasend schnell zu sprechen "guten Tag Frau Julia, sie sind doch im Bereich Rechnungswesen tätig.". Ich unterbreche die gute Frau "sie haben mein Profil im Xing angeklickt". - "ähm.... jaaaaaa?!?". Ich: "dann haben sie doch auch sicher mein Profil durchgelesen?" - auf der anderen Seite ein sehr erfreutes und diensteifriges "Ja, aber natürlich, selbstverständlich!". Ich - sehr trocken: "dann haben sie unter meinem 'ich suche' sicher gelesen: keinen neuen Job...". Auf der anderen Seite etwas verlegen "ähm, naja, ich habe ihren Namen und ihre Tätigkeit gelesen...". Ich: "manchmal bringt es einen nicht unbeträchtlichen Informationsvorsprung, wenn man Profile vollständig liest...". Auf der anderen Seite - enttäuscht und etwas verständnislos: "das heißt, sie sind wirklich nicht an einem anderen Job interessiert?"

Doch, natürlich, ich schreibe rein zum Spaß in mein Profil, dass ich KEINEN neuen Job suche, weil ich eine empirische Studie betreue, wieviele Personalberater sich wohl von diesem Satz nicht abschrecken lassen, um mir dann den Traumjob als unterbezahlter Revisionsassi in der Wirtschaftsprüfung anzubieten, den ich ohne Personalberater in 1000 Jahren nicht bekommen hätte...

Oh Herr, lass' Hirn regnen... wobei - diese Kategorie Mensch spannt sicher einen Schirm auf, nur damit sie ja net nass werden... Wußte gar nicht, dass Intelligenzresistenz unter Personalberatern so weit verbreitet ist...

Mittwoch, 5. November 2008

Ein Bild...

... sagt oft mehr als 1.000 Worte...

Minderwertigkeitskomplex

Donnerstag, 30. Oktober 2008

29.10.2008

Ich stehe gestern früh schlaftrunken im Badezimmer vor dem Spiegel, schminke mich und versuche, das "Wunder der Menschwerdung" an mir zu vollziehen... als mir etwas im Spiegel ins Auge sticht. Kann das sein? Ist es etwa...

... 10 Sekunden später halte ich mein erstes entdecktes weißes Haar zwischen meinen Fingern und wundere mich, WIE weiß weiß sein kann... 34 Jahre und 8 Monate musste ich alt werden, um den Beweis in Händen zu halten, dass auch ich mit der Zeit alt werde...

Und mit einem Mal relativiert sich vieles: dieses "verrückt nach meinem Liebsten sein und nicht die Finger von ihm lassen können" ist wahrscheinlich ein gefinkelter Schachzug meines Körpers, mit dem er versucht "schau ma mal, dass Julia sich ein kleinwenig mehr anstrengt, sonst wird das in diesem Leben nichts mehr mit einem Kind". Keine überraschten Blicke mehr, wenn ich mein Alter oute, kein "WIE alt bist du???? 34?????? Ich hätte dir keinen Tag mehr als 28 gegeben..." mehr. Und in Zukunft sollte ich wohl besser aufpassen, wenn im Fernsehen die Werbung für Haarcolorationen "mit perfekter Grauabdeckung" läuft...

Mein erstes weißes Haar hat übrigens dasselbe Schicksal erlitten, das jedes erstentdeckte weiße Haar erleiden muss: es wurde ausgerupft und aufgehoben. Denn immerhin ist es mit meiner Altersweitsicht noch nicht so weit gediehen, dass ich die optische Identifikation einfach über den Spiegel erledigen konnte...

Dienstag, 28. Oktober 2008

Human behaviour

Gibt es irgendwo Regeln oder Normen, wie man mit Menschen, die man liebt, umzugehen hat? Außer den beliebten Redensarten „was du nicht willst, das man dir tu’, das füg’ auch keinem andren zu“ oder „wie man in den Wald hinein ruft, so kommt’s zurück“? Im Allgemeinen denke ich, dass ich mit den Menschen in meinem Leben freundlich-respektvoll umgehe. Im Speziellen frage ich mich aber, ob ich es bei meinem Liebsten im Augenblick etwas übertreibe…

„Danke, dass du dich so lieb um mich kümmerst“ steht diese Woche in einer PM, die mein Liebster mir geschickt hat. Keine zehn Worte, und doch schaffen diese paar Buchstaben, dass ich mich frage, ob ich es im Moment heftig übertreibe, schließlich bin ich „als Freundin“ doch ein kleines Bisschen aus der Übung. Na ja, was mache ich denn schon großartig für ihn? Ich helf’ ihm bei seiner Steuer, er mir bei meinem Internet. Ich koche ab und zu für ihn und trete ihm Kostproben ab, wenn ich mal was backe, er bestellt uns regelmäßig Pizza, Sushi oder Schnitzel. Wenn er auf Dienstreise ist, bringt er mir eine Kleinigkeit mit, wenn ich wo eine hübsche Kerze sehe, kaufe ich ihm die. Bei Verspannungen und Rückenschmerzen massiert der Eine den Anderen, wenn der Eine beruflich Feedback braucht, schaut der Andere drüber oder hört sich eine Präsentation als „Vorabpublikum“ an. Und wenn er einen stressigen Tag hatte, lasse ich ihn seine Geschichte erzählen – ich texte ihn ja auch umgekehrt zu, wenn ich Bürofrust habe. Das ist in meinen Augen ganz normales Beziehungsleben, wo man am Leben des Partners teilnimmt, wo man sich freut, wenn der geliebte Mensch sich freut, und wo man tröstet, wenn der Andere Kummer und Sorgen hat. Und aus meinem Blickwinkel ist unser gegenseitiges geben und nehmen im Gleichgewicht.

Aber das scheint nur meine Sicht der Dinge zu sein. Und während ich mich freue, dass meine Anwesenheit dazu führt, dass mein Liebster etwas entspannter und ruhiger ist, empfindet er es retrospektiv betrachtet als Belastung, dass er seinen Kummer und seine Sorgen auf mich „abgeladen“ hat. Dabei sieht er aber nicht, dass ich ihm seinen Rucksack, den er mit sich herum trägt, nicht abnehme. Mitfühlen – ja. Mitleiden – nein.

Meine Freundin Ambi hat es sehr schön formuliert: „mir geht es ja nicht am Allerwertesten vorbei, wenn es meinem Mann schlecht geht. Weil würd’s das, würde ich ihn ja schlechter behandeln als meine engen Freunde.“ Das trifft es meiner Meinung nach sehr gut: für meine Freunde bin ich ja auch da, wenn sie mich brauchen, da höre ich mir auch Freude, Kummer und Leid an, auch deren Leben teile ich. Außerdem möchte ich für meinen Liebsten eine gleichwertige Partnerin sein – nicht das Weibchen, das sich zurück lehnt und sagt „was dir heute passiert ist, das interessiert mich nicht, ich möchte, dass du dich jetzt ausschließlich um mich kümmerst, und was mit dir ist geht mich nichts an – und dass du mich ja schön unterhältst…“. Nein, ich will nicht die Sonnenuhr in seinem Leben sein, die nur die schönen Stunden mitbekommt. Warum? Weil ich glaube, dass ich dann einen wichtigen Teil von meinem Liebsten nie kennen lernen werde. Was ich schade fände, weil ich bis jetzt jeden Teil, den er mir von sich vorgestellt hat, als interessant, liebenswert und bereichernd empfunden habe. Und ich kann einen Menschen nur als Gesamtheit lieben – scheibchenweise geht nicht.

Ich habe mir immer einen Mann gewünscht, der mir den Boden unter den Füßen wegzieht und der dann hinter mir steht und mich auffängt, einer, an dem ich mich reiben kann und an dem ich wachse. Nun, so ein Mann bereichert nun mein Leben. … „Und was passiert, nachdem der Prinz die Prinzessin gerettet hat?“ – „Sie rettet daraufhin sein Leben…“

Freitag, 3. Oktober 2008

Aufbruch

Der heurige Sommerurlaub führt mich in die Sommerakademie auf Zakynthos. Neben Yoga, Singen und Fotografieren besuche ich dort den Workshop für kreatives Schreiben mit Serafettin Yildiz.

Ich habe keinen Hang zur Poesie, die Lyrik liegt mir einfach nicht so (ausgenommen Songtexte - das ist in meinen Augen oft wahre Poesie). Kurzgeschichten - ja, damit kenn' ich mich ein bissl aus, da fühle ich mich wohl, da bin ich daheim. Wenn die anderen Kursteilnehmer ihre lyrischen Werke vorlesen, fühle ich mich wie der berühmte Elefant im noch berühmteren Porzellanladen, fange mit den Bildern, die sie mit Worten gemalt haben, den Gefühlen, die sie in Buchstaben zwingen, nicht viel an, ja, fühle mich sogar etwas unwohl. Am ersten Tag wird die Kurzgeschichte, die ich mir in einer halben Stunde aus den Rippen schneide, als "vorhersehbar", "seicht", "klischeebehaftet" niedergemacht. Das schmerzt, vor allem natürlich meinem Ego. Aber ich schleppe mich dennoch Tag für Tag in diesen Kurs, anstatt am Strand in der Sonne zu liegen und braun zu werden, vielleicht, weil ich niemanden den Triumph gönnen will, dass ich den Schwanz einziehe und kneife, mir eingestehe, dass ich neben diesen lyrischen Werken (die das ungnädige Miststück in mir gerne als "Hausfrauenpoesie" belächelt - ja, ich kann damit nichts anfangen, ich gebe es zu) seicht und ohne Tiefgang bin.

Wobei mich eines verwundert: ich sage doch selbst so gerne über mich "ich stehe dazu, dass ich oberflächlich bin", meist mit einem kleinen Kichern begleitet - aber dann von selbsternannten Kundigen tatsächlich als tussig bezeichnet zu werden... das bringt mich dazu darüber nachzudenken, ob der Abstand zwischen Wasseroberfläche und Grund immer auf Anhieb erkennbar ist. Oder ist es nicht auch so, dass mein Universum manchmal von der Wasseroberfläche aus betrachtet seicht wirkt, obwohl es in Wahrheit doch sehr viel tiefgründiges enthält, wohingegen mancher Meeresgraben sich nach dem zweiten Blick als seichter Tümpel entpuppt...

Also Lyriker... Die Sorte Mensch in meinen Augen, die malerisch leidet und sich dabei noch so richtig wohl und kreativ fühlt. Ich fühle mich fehl am Platze - geht's mir doch immer noch so richtig, richtig gut. ... kurzfristig ertappe ich mich sogar bei dem Gedanken, ob es wohl sinnvoll wäre, mir ein Ohr abzuschneiden, um mit den Lyrikern mitleiden zu können... nur, um von ihnen ernst genommen zu werden.

Eines Tages kommt Serafettin mit einer Aufgabe, vor der ich mich schon etwas gefürchtet habe: er liest uns einen Teil eines seiner Gedichte vor, und wir sollen dieses Gedicht dann in einer halben Stunde komplettieren. Wer schon einmal ein Gedicht von Serafettin gelesen hat, weiß, dass er sehr dominante Bilder mit der Sprache zeichnet, umso beeindruckender, da doch Deutsch nicht seine Muttersprache ist. Da mithalten? Als Nicht-Lyriker? Auf den ersten Blick undenkbar, aber ich wage es dennoch.

Serafettin Yildiz

Aufbruch

Der Tag hat seinen Hintern auf dem Boden,
Wie Zwergbüsche
Die Höhen sind nicht zu sehen
Die Freundschaften mit den häßlichen Steinen
Da und dort,
Langweilt nun;
Immer die Selbe Verdrossenheit!

Wo ist die Welt im Universum,
Nach der ich suche?
Wo endet denn endlich
Der mysthische Chor der Götter,
In dem die Kirchenglocken mitläuten,
Die Hunde mitbellen
Und die Hähne mitkrähen?


Ein Blick in den Spiegel.
Unter einer staubigen Schicht Unzufriedenheit
Zwei trübe Sterne,
Schmerzend.
Vage Erinnerungen an den Menschen,
Der einst vertraut war,
Blitzen wie Irrlichter in mir hoch.

Ein beherzter Schwall kalten Wassers
Und der Staub läuft in Schlieren
Weg von mir.
Erfrischende Kühle!
Ich suche die Seele in dem Spiegel
Und finde.

Samstag, 27. September 2008

*staubvomblogwegpustet*

Nachdem ich nach meinem Urlaub gleich so in die Arbeit hinein geköpfelt bin, dass ich grad mal zum Luftholen Zeit hatte, stelle ich heute - nach einem einstündigen Einkaufsmarathon beim Merkur, wo ich den Eindruck hatte, dass halb Wien in diesem Merkur ist und dass es irgendwas umsonst geben muss (nein, das war ein Irrtum von mir, es gab für Friends "nur" 10 % auf den gesamten Einkauf...) und in der Parkgarage die Autos kreuz und quer herumgestanden haben, folgende Frage:

"Warum parken Männer mit Vorliebe auf Frauenparkplätzen? Und warum schaffen sie es dort nicht, mit ihrer Karre in die Mitte des ohnehin schon breiteren Parkplatzes zu zielen, sodass sie nicht 2 Frauenparkplätze belegen, sondern nur einen..."

Anyone any ideas?

Dienstag, 26. August 2008

Nach dem gestrigen Tag...

... mein Statement zum Tag: Brazilian Waxing wurde von Sadisten für Masochisten erfunden.

Ich wart noch sehnsüchtig aufs "probieren sie's aus - sie werden süchtig danach werden" und hoffe inständig, dass die Haarwurzeln in diesem Bereich ob der miesen Behandlung, die ich ihnen da zukommen lasse, freiwillig das Wachstum einstellen.

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