Happy Easter
Die Fasten- und die Osterzeit ist für die Agnostiker unter uns zugegeben eine komische Zeit. Leute, die das übrige Jahr über durchaus vernünftig sind, verweigern plötzlich Nahrung und Alkohol, weil ja „Fastenzeit“ ist, überall finden Ostermärkte statt, auf denen es – im Gegensatz zu den Christkindlmärkten – keinen Punsch oder Glühwein gibt, sondern Osterschinken und Osterpinzen. Alle möglichen und unmöglichen Bräuche werden ausgegraben, junge Leute hüpfen über Osterfeuer und verletzen sich dabei an allen denkbaren Stellen… Am Gründonnerstag wird jedem in der Kantine Cremespinat aufgedrängt (dabei finde ich den soooooo grausig), und am Karfreitag gibt’s sowieso nix g’scheites zum Essen, weil’s ja der wichtigste Fasttag der Katholen ist. Nein, ich kann mich mit Ostern nicht sonderlich anfreunden, einzig die Tatsache, dass am Karfreitag und am Karsamstag die Glocken nicht läuten (weil sie ja der Legende nach zu urteilen in Rom sind), ist angenehm. Aber sonst…
Das Komplizierte an Ostern ist ja, dass es jedes Jahr an einen anderen Kalendertag fällt. Und zwar ist es vom Mond abhängig. Der Ostersonntag ist immer der erste Sonntag nach dem ersten Frühlingsvollmond. Ich kann mit variablen Feiertagen nicht sonderlich viel anfangen, überrascht mich schon der Heilige Abend jedes Jahr auf’s Neue, und der findet ja – Gerüchten zufolge – regelmäßig am 24. Dezember statt.
Für mich hat Ostern aber noch einen negativen Beigeschmack. Meine Elektrogeräte schätzen anscheinend dieses „von uns gehen und nach drei Tagen wiederauferstehen“, und war es letztes Jahr mein Fernseher, der am Karsamstag (natürlich nach dem Ladenschluss) von mir gegangen ist, so war es dieses Jahr mein quasi noch nigelnagelneuer Festplatten-DVD-Rekorder. Faszinierend, dass meine Elektrogeräte das mit den variablen Feiertagen besser im Griff haben als ich…
Mein Rekorder hat die ganzen Monate, die er nun schon mein Leben bereichert, immer ein bissl vor sich hingesponnen. Und ich gebe es ja gerne zu: dadurch, dass ich so ein technisches Nackerpatzl bin, bin ich gerne geneigt, allfällige Fehler auf meine nicht-sachgemäße Bedienung zurückzuführen. So habe ich gute 4 Monate gebraucht, bis ich herausgefunden habe, wie man dieses Ding mit VPS programmiert. Habe ich doch vorher in dem Irrglauben gelebt, dass das Programmieren über die elektronische Programmzeitschrift, auch EPG genannt, von alleine alles richtig macht. Wobei das mit dem EPG auch nicht immer so hingehaut hat, wie es eigentlich sollte. Zwar hat das Kastl jeden Tag irgendwann brav am Display angezeigt, dass er sich grad die Daten holt, aber wenn ich dann ins Menü gegangen bin, war oft alles leer. Nix mit aufnehmen.
Vor knapp zwei Monaten ist mir zum ersten Mal bewusst geworden, dass der Fehler unter Umständen doch nicht an mir liegt. Und zwar, als mein Rekorder eine Aufnahme in 5 oder 6 Teile gesplittet hat und da teilweise beim Abspielen stehen blieb oder die Bilder sehr großpixelig waren. Und auch die übrigen Aufnahmen durfte ich nicht mehr auf DVD runtersichern, da mein Schatz mir die Zusammenarbeit verweigert hat. Man soll sein Herz ohnehin nicht zu sehr an Fernsehsendungen hängen, also habe ich beherzt „Festplatte formatieren“ im Menü gesucht und die Platte mal formatiert. … und mich danach 2 Stunden damit beschäftigt, dass ich alles wieder so einrichte, wie ich es gerne hätte, von der Senderreihenfolge angefangen über EPG einrichten bis hin zum „Lieblingssendungen wieder fix einspeichern“.
So ein Käse. Vor allem, wo ich mich ja so ungern mit solchen Dingen beschäftige. Das ist der Augenblick, wo ich mir von ganzen Herzen einen Mann an meine Seite wünsche, der mir diese lästige Tätigkeit abnimmt. Aber – noch immer kein Mann in Julias Leben, ergo selbst ist die Frau. Und auch, wenn ich manchmal die Wuttränen nur mit Mühe runterschlucken kann und sowohl Fernbedienung als auch Bedienungsanleitung am liebsten in ein Eck pfeffern würde, aber da muss ich wohl selbst durch. Vielleicht ist es ja auch so, dass so eine Beschäftigung mit ungeliebten Dingen sich positiv auf mein Karma auswirkt, wer weiß…
Aber nach dem Formatieren hat mein Liebling eine Weile durchgehalten. Bis gestern. Gestern mache ich es mir vor dem Fernseher gemütlich, weil ich mir ja eine meiner Lieblingsserien, die ich am Sonntag verpasst habe, anschauen will. Und bis zur ersten Werbeunterbrechung klappt es ja auch problemlos, danach kommen wieder die mir schon bekannten Problemchen. Das Gerät stoppt beim Abspielen, großpixelige Bilder erscheinen, und – das Rücksichern der anderen Sendungen auf DVD wird stur verweigert. Resigniert schalte ich das Gerät aus (solange es sich noch bedienen lässt) und suche im Internet die Adresse vom Produzenten raus.
Heute früh rufe ich als Erstes an, der freundliche Techniker meint, ich soll das Gerät und die Rechnung vorbei bringen. Also mit Todesverachtung alle Stecker entfernen (und mich still fragen, ob ich die wohl je wieder in der richtigen Reihenfolge anbringen kann), Kastl und Rechnung schnappen und mich auf eine Expedition in den 23. Bezirk machen. Beim Pioneer angekommen, klage ich dem Techniker mein Leid, der meint „das klingt, als ob die Festplatte hinüber wäre“, Ende der Woche soll ich mich nochmals melden, ob sie mit der Reparatur schon fertig sind.
Na, dann hoffe ich mal das Beste. Vielleicht hat der Schutzgott der technischen Geräte ein Erbarmen mit mir armen, antitechnischem Würschtl, dass ich Ende der Woche wieder ein funktionierendes Gerät zurückbekomme. Vor dem Wiedereinbau bei der Stereoanlage hab ich jetzt schon reichlich Respekt. Ob mir da wohl wieder der nette Techniker hilft, der mir auch schon Ende Oktober beim Aufstellen geholfen hat?
Das Komplizierte an Ostern ist ja, dass es jedes Jahr an einen anderen Kalendertag fällt. Und zwar ist es vom Mond abhängig. Der Ostersonntag ist immer der erste Sonntag nach dem ersten Frühlingsvollmond. Ich kann mit variablen Feiertagen nicht sonderlich viel anfangen, überrascht mich schon der Heilige Abend jedes Jahr auf’s Neue, und der findet ja – Gerüchten zufolge – regelmäßig am 24. Dezember statt.
Für mich hat Ostern aber noch einen negativen Beigeschmack. Meine Elektrogeräte schätzen anscheinend dieses „von uns gehen und nach drei Tagen wiederauferstehen“, und war es letztes Jahr mein Fernseher, der am Karsamstag (natürlich nach dem Ladenschluss) von mir gegangen ist, so war es dieses Jahr mein quasi noch nigelnagelneuer Festplatten-DVD-Rekorder. Faszinierend, dass meine Elektrogeräte das mit den variablen Feiertagen besser im Griff haben als ich…
Mein Rekorder hat die ganzen Monate, die er nun schon mein Leben bereichert, immer ein bissl vor sich hingesponnen. Und ich gebe es ja gerne zu: dadurch, dass ich so ein technisches Nackerpatzl bin, bin ich gerne geneigt, allfällige Fehler auf meine nicht-sachgemäße Bedienung zurückzuführen. So habe ich gute 4 Monate gebraucht, bis ich herausgefunden habe, wie man dieses Ding mit VPS programmiert. Habe ich doch vorher in dem Irrglauben gelebt, dass das Programmieren über die elektronische Programmzeitschrift, auch EPG genannt, von alleine alles richtig macht. Wobei das mit dem EPG auch nicht immer so hingehaut hat, wie es eigentlich sollte. Zwar hat das Kastl jeden Tag irgendwann brav am Display angezeigt, dass er sich grad die Daten holt, aber wenn ich dann ins Menü gegangen bin, war oft alles leer. Nix mit aufnehmen.
Vor knapp zwei Monaten ist mir zum ersten Mal bewusst geworden, dass der Fehler unter Umständen doch nicht an mir liegt. Und zwar, als mein Rekorder eine Aufnahme in 5 oder 6 Teile gesplittet hat und da teilweise beim Abspielen stehen blieb oder die Bilder sehr großpixelig waren. Und auch die übrigen Aufnahmen durfte ich nicht mehr auf DVD runtersichern, da mein Schatz mir die Zusammenarbeit verweigert hat. Man soll sein Herz ohnehin nicht zu sehr an Fernsehsendungen hängen, also habe ich beherzt „Festplatte formatieren“ im Menü gesucht und die Platte mal formatiert. … und mich danach 2 Stunden damit beschäftigt, dass ich alles wieder so einrichte, wie ich es gerne hätte, von der Senderreihenfolge angefangen über EPG einrichten bis hin zum „Lieblingssendungen wieder fix einspeichern“.
So ein Käse. Vor allem, wo ich mich ja so ungern mit solchen Dingen beschäftige. Das ist der Augenblick, wo ich mir von ganzen Herzen einen Mann an meine Seite wünsche, der mir diese lästige Tätigkeit abnimmt. Aber – noch immer kein Mann in Julias Leben, ergo selbst ist die Frau. Und auch, wenn ich manchmal die Wuttränen nur mit Mühe runterschlucken kann und sowohl Fernbedienung als auch Bedienungsanleitung am liebsten in ein Eck pfeffern würde, aber da muss ich wohl selbst durch. Vielleicht ist es ja auch so, dass so eine Beschäftigung mit ungeliebten Dingen sich positiv auf mein Karma auswirkt, wer weiß…
Aber nach dem Formatieren hat mein Liebling eine Weile durchgehalten. Bis gestern. Gestern mache ich es mir vor dem Fernseher gemütlich, weil ich mir ja eine meiner Lieblingsserien, die ich am Sonntag verpasst habe, anschauen will. Und bis zur ersten Werbeunterbrechung klappt es ja auch problemlos, danach kommen wieder die mir schon bekannten Problemchen. Das Gerät stoppt beim Abspielen, großpixelige Bilder erscheinen, und – das Rücksichern der anderen Sendungen auf DVD wird stur verweigert. Resigniert schalte ich das Gerät aus (solange es sich noch bedienen lässt) und suche im Internet die Adresse vom Produzenten raus.
Heute früh rufe ich als Erstes an, der freundliche Techniker meint, ich soll das Gerät und die Rechnung vorbei bringen. Also mit Todesverachtung alle Stecker entfernen (und mich still fragen, ob ich die wohl je wieder in der richtigen Reihenfolge anbringen kann), Kastl und Rechnung schnappen und mich auf eine Expedition in den 23. Bezirk machen. Beim Pioneer angekommen, klage ich dem Techniker mein Leid, der meint „das klingt, als ob die Festplatte hinüber wäre“, Ende der Woche soll ich mich nochmals melden, ob sie mit der Reparatur schon fertig sind.
Na, dann hoffe ich mal das Beste. Vielleicht hat der Schutzgott der technischen Geräte ein Erbarmen mit mir armen, antitechnischem Würschtl, dass ich Ende der Woche wieder ein funktionierendes Gerät zurückbekomme. Vor dem Wiedereinbau bei der Stereoanlage hab ich jetzt schon reichlich Respekt. Ob mir da wohl wieder der nette Techniker hilft, der mir auch schon Ende Oktober beim Aufstellen geholfen hat?
drewshine - 25. Mär, 13:16