Sleepless in Vienna
Schlafen ist etwas herrliches – abends etwas gähnen, in Richtung Bett trippeln, reinlegen, Äuglein schließen und einige Stunden später frisch und gut erholt selbige wieder öffnen. Ich liebe schlafen. Und ich war früher auch eine totale Schlafratte – spätestens gegen neun Uhr abends sind meine Augen kleiner und kleiner geworden und ich bin regelmäßig beim Fernsehen süß und selig weggebüselt.
Leider ist der Schlaf ein unzuverlässiger Zeitgenosse und ein Sensibelchen, Stress mag er gar nicht und bitten lässt er sich auch nicht – je mehr man ihn sich herbei wünscht, umso eher zeigt er dir die lange Nase, was damit endet, dass ich mich oft stundenlang im Bett von der einen auf die andere Seite wälze. Ich liege im Bett, mache Entspannungsübungen und versuche, ruhig und gelassen zu werden. Und je mehr ich mich das bemühe, umso größer wird meine Sorge „hoffentlich kann ich bald einschlafen“ und ich beginne, hektisch zu werden, so nach dem Motto „in fünf Stunden muss ich schon wieder aufstehen, hoffentlich schlaf ich bald“ – die Gedanken werden dadurch wieder immer wacher und wacher und der Schlaf rückt in weite, weite Ferne.
Nun ja, das „Gute“ an einem Schlafdefizit ist – so möchte man meinen -, dass man am nächsten Tag so hundemüde ist, dass es mit dem Einschlafen an diesem Abend garantiert klappt und man auch ein bisschen vom Schlaf davor aufholen kann. Ich habe das Ganze im Selbstversuch getestet und kann hiermit berichten: es funktioniert nicht… Ich meine, das mit dem hundemüde, das stimmt. Nach solchen Nächten wanke ich am nächsten Tag völlig zerstört ins Büro, ich bin unausstehlich, knurrig, kann mich nur schwer konzentrieren und trinke literweise Kaffee, in der Hoffnung, dass das Koffein wenigstens ein bissl was hilft (merke: von Kaffee wird man als geübte Kaffeetrinkerin nicht wach – ab einer gewissen Menge bekommt man lediglich Magenschmerzen davon…). Das sind dann die Tage, wo ich versuche, möglichst pünktlich zu gehen, ich gehe nachhause, versuche, den Arbeitstag sehr weit von mir weg zu schieben, mache nichts, was mich aufregen könnte und freue mich, dass ich immer müder und müder werde. Und wenn ich dann endlich nach einigem sehr herzhaften Gähnen beschließe, dass es jetzt Zeit für die Federn wird, dann beginnt das Drama von neuem…
Sowie der Kopf am Polster liegt, beginnen meine Gedanken wieder zu kreisen, mein Gehirn beschäftigt sich mit tausenden von Dingen und ich – liege schon wieder hellwach im Bett… Es ist zum aus-der-Haut-fahren! So sehr ich es sonst an mir schätze, dass ich ganz gut im Nachdenken bin, so sehr hasse ich diese Eigenschaft um 1:30 Uhr. Ich liege wach im Bett, versuche, Schäfchen zu zählen, was aber nichts hilft, weil meine Gedanken wieder abschweifen und ich mich mit jenen Dingen zu beschäftigen beginne, die ich sonst den ganzen Tag von mir weg geschoben habe.
Und es ist unglaublich, mit welchen Gedanken mein Hirn so spielt, wenn es sich doch nur auf eines – mich endlich ins Land der Träume zu befördern – konzentrieren sollte: entweder spukt mir der Bürotag durch den Kopf, oder das letzte Telefonat mit meiner Freundin, oder aber die Frage, ob ich mich beim letzten Kennen lernen wie ein kompletter Vollidiot benommen habe. Auch die to-do Liste vom kommenden Tag ist eine amüsante Beschäftigung, ich döse leicht weg, auf einmal fällt mir ein „darauf darf ich morgen auf keinen Fall vergessen“ und schon bin ich wieder hellwach.
Manchmal wird mein Schlaf allerdings von profaneren Dingen verhindert – zB, wenn der Kater meint, dass er um Mitternacht seine Spiel-, Schmuse- und Kuschelstunde haben möchte und im 30-Sekunden-Rhythmus Attacken auf meine Zehen startet. In dem Fall hilft nur eines: Tot stellen und hoffen, dass ihm bald die Lust auf sein Spiel vergeht, bloß nicht auf ihn reagieren, sonst hab ich schon verloren.
Ich habe auch schon alle möglichen Hausmittelchen ausprobiert – Fehlanzeige. Warme Milch mit Honig geht nicht wegen meiner Laktoseintoleranz. Alkohol – ja, man wird herrlich müde drauf, aber der Schlaf ist nicht tief und somit auch nicht erholsam. Und das Einschlafen selbst geht um keine Sekunde schneller. Auch die diversesten Schlaf-gut-Kapseln freuen nur einen: den Produzenten. Sport vor dem Schlafen gehen – keine Chance, danach bin ich nur noch mehr aufgekratzt.
Im Sinne meines Schlafes sollte ich wohl auch froh sein, dass ich Single bin, denn Untersuchungen haben ergeben, dass Männer besser schlafen, wenn eine Frau neben ihnen liegt, wohingegen Frauen schlechter schlafen, wenn ein Mann neben ihnen schläft. … andererseits würde Sex wiederum den Schlaf fördern… Ach, es ist einfach eine Krux.
Und wenn ich es doch mal geschafft habe, einzuschlafen (oder bin ich doch nur vor Erschöpfung bewusstlos geworden?), dann schickt mir sicher irgendjemand um 1:30 Uhr eine SMS, oder es beginnt mitten in der Nacht zu schütten und ich muss aufstehen und die Fenster schließen oder ein Vogel setzt sich bei Dämmerungsbeginn (im Sommer doch irgendwann so gegen vier Uhr nachts) auf mein Fensterbrett und beginnt lautstark zu zwitschern. Das ist wohl der Nachteil, wenn man am Fuße des Nussbergs mit einem herrlichen Ausblick ins Grüne wohnt. In dem Augenblick fällt mir dann immer ein, dass ich vor vielen, vielen Jahren eine Schwäche für das Spiel „Moorhuhn“ hatte…
Tja, in diesem Sinne bin ich immer noch auf der Suche nach der ultimativen Einschlaf-Strategie. Wenn jemand vielleicht einen guten Tipp hat…
Leider ist der Schlaf ein unzuverlässiger Zeitgenosse und ein Sensibelchen, Stress mag er gar nicht und bitten lässt er sich auch nicht – je mehr man ihn sich herbei wünscht, umso eher zeigt er dir die lange Nase, was damit endet, dass ich mich oft stundenlang im Bett von der einen auf die andere Seite wälze. Ich liege im Bett, mache Entspannungsübungen und versuche, ruhig und gelassen zu werden. Und je mehr ich mich das bemühe, umso größer wird meine Sorge „hoffentlich kann ich bald einschlafen“ und ich beginne, hektisch zu werden, so nach dem Motto „in fünf Stunden muss ich schon wieder aufstehen, hoffentlich schlaf ich bald“ – die Gedanken werden dadurch wieder immer wacher und wacher und der Schlaf rückt in weite, weite Ferne.
Nun ja, das „Gute“ an einem Schlafdefizit ist – so möchte man meinen -, dass man am nächsten Tag so hundemüde ist, dass es mit dem Einschlafen an diesem Abend garantiert klappt und man auch ein bisschen vom Schlaf davor aufholen kann. Ich habe das Ganze im Selbstversuch getestet und kann hiermit berichten: es funktioniert nicht… Ich meine, das mit dem hundemüde, das stimmt. Nach solchen Nächten wanke ich am nächsten Tag völlig zerstört ins Büro, ich bin unausstehlich, knurrig, kann mich nur schwer konzentrieren und trinke literweise Kaffee, in der Hoffnung, dass das Koffein wenigstens ein bissl was hilft (merke: von Kaffee wird man als geübte Kaffeetrinkerin nicht wach – ab einer gewissen Menge bekommt man lediglich Magenschmerzen davon…). Das sind dann die Tage, wo ich versuche, möglichst pünktlich zu gehen, ich gehe nachhause, versuche, den Arbeitstag sehr weit von mir weg zu schieben, mache nichts, was mich aufregen könnte und freue mich, dass ich immer müder und müder werde. Und wenn ich dann endlich nach einigem sehr herzhaften Gähnen beschließe, dass es jetzt Zeit für die Federn wird, dann beginnt das Drama von neuem…
Sowie der Kopf am Polster liegt, beginnen meine Gedanken wieder zu kreisen, mein Gehirn beschäftigt sich mit tausenden von Dingen und ich – liege schon wieder hellwach im Bett… Es ist zum aus-der-Haut-fahren! So sehr ich es sonst an mir schätze, dass ich ganz gut im Nachdenken bin, so sehr hasse ich diese Eigenschaft um 1:30 Uhr. Ich liege wach im Bett, versuche, Schäfchen zu zählen, was aber nichts hilft, weil meine Gedanken wieder abschweifen und ich mich mit jenen Dingen zu beschäftigen beginne, die ich sonst den ganzen Tag von mir weg geschoben habe.
Und es ist unglaublich, mit welchen Gedanken mein Hirn so spielt, wenn es sich doch nur auf eines – mich endlich ins Land der Träume zu befördern – konzentrieren sollte: entweder spukt mir der Bürotag durch den Kopf, oder das letzte Telefonat mit meiner Freundin, oder aber die Frage, ob ich mich beim letzten Kennen lernen wie ein kompletter Vollidiot benommen habe. Auch die to-do Liste vom kommenden Tag ist eine amüsante Beschäftigung, ich döse leicht weg, auf einmal fällt mir ein „darauf darf ich morgen auf keinen Fall vergessen“ und schon bin ich wieder hellwach.
Manchmal wird mein Schlaf allerdings von profaneren Dingen verhindert – zB, wenn der Kater meint, dass er um Mitternacht seine Spiel-, Schmuse- und Kuschelstunde haben möchte und im 30-Sekunden-Rhythmus Attacken auf meine Zehen startet. In dem Fall hilft nur eines: Tot stellen und hoffen, dass ihm bald die Lust auf sein Spiel vergeht, bloß nicht auf ihn reagieren, sonst hab ich schon verloren.
Ich habe auch schon alle möglichen Hausmittelchen ausprobiert – Fehlanzeige. Warme Milch mit Honig geht nicht wegen meiner Laktoseintoleranz. Alkohol – ja, man wird herrlich müde drauf, aber der Schlaf ist nicht tief und somit auch nicht erholsam. Und das Einschlafen selbst geht um keine Sekunde schneller. Auch die diversesten Schlaf-gut-Kapseln freuen nur einen: den Produzenten. Sport vor dem Schlafen gehen – keine Chance, danach bin ich nur noch mehr aufgekratzt.
Im Sinne meines Schlafes sollte ich wohl auch froh sein, dass ich Single bin, denn Untersuchungen haben ergeben, dass Männer besser schlafen, wenn eine Frau neben ihnen liegt, wohingegen Frauen schlechter schlafen, wenn ein Mann neben ihnen schläft. … andererseits würde Sex wiederum den Schlaf fördern… Ach, es ist einfach eine Krux.
Und wenn ich es doch mal geschafft habe, einzuschlafen (oder bin ich doch nur vor Erschöpfung bewusstlos geworden?), dann schickt mir sicher irgendjemand um 1:30 Uhr eine SMS, oder es beginnt mitten in der Nacht zu schütten und ich muss aufstehen und die Fenster schließen oder ein Vogel setzt sich bei Dämmerungsbeginn (im Sommer doch irgendwann so gegen vier Uhr nachts) auf mein Fensterbrett und beginnt lautstark zu zwitschern. Das ist wohl der Nachteil, wenn man am Fuße des Nussbergs mit einem herrlichen Ausblick ins Grüne wohnt. In dem Augenblick fällt mir dann immer ein, dass ich vor vielen, vielen Jahren eine Schwäche für das Spiel „Moorhuhn“ hatte…
Tja, in diesem Sinne bin ich immer noch auf der Suche nach der ultimativen Einschlaf-Strategie. Wenn jemand vielleicht einen guten Tipp hat…
drewshine - 7. Jun, 16:18